Arbeitstieftauchen und hallo Leben…

Hallo ihr Lieben,

ich habe ewig nichts mehr von mir hören lassen und nach ein paar Nachfragen, wann ich denn mal wieder etwas schreibe, dachte ich mir heute an diesem wundervollen Faulenzertag, dass es endlich wieder Zeit wird.

Der Grund, warum ich so lange nichts habe von mir hören lassen, ist, dass ich kurz einen Abstecher in eine „Der Teufel trägt Prada“-Welt gemacht habe. Nein, die haben keinen neuen Film gedreht – aber aus meinen neusten Arbeitserfahrungen könnte ich sicherlich ein „Auch Neuseeländer tragen Prada“ Buch schreiben – hätte ich doch bloß nicht dieses Confidentiality Agreement unterschrieben haha.

Es  war eine ganz schön intensive Zeit mit viel negativer Energie, die aber einfach unendlich viele sehr wertvolle Erfahrungen mit sich gebracht hat. Dinge, die ich unbedingt in Zukunft vermeiden muss und was man alles im Leben nicht braucht (Leute, kauft euch NIEMALS eine Superyacht, chartered lieber, wenns unbedingt sein muss haha),  wie man mit exzentrischen Personen umgeht, was man alles in einem Tag schaffen kann (Berge verrücken und so) und meine absoluten Stärken/Schwächen und zu allerguterletzt habe ich eine gute Idee davon bekommen, was ich tatsächlich gerne mache (und was nicht!)). Und zum Schluss – lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, nicht wahr?

Interessanterweise kam auch wieder zum vorschein, dass man, nur weil man in einem anderen Land mit „Chill-Mentalität“ lebt, nicht gleich seine Marotten ablegen kann und auch auf einmal völlig entspannt wird. Auswandern und die andere Lebensmentalität des Landes hilft zwar bei Veränderungen, aber man bleibt halt doch man selbst. Und Wandel, wenn auch erwünscht, geht langsam von statten.

Zum anderen war es das erste Mal nach zwei Jahren in Neuseeland, in der wir arg unsere Zukunft hier überdacht haben. Wir haben angefangen Dinge zu vermissen (ja, selbst die DB gehört zu den vermissten Dingen – DIE DB, die IMMER zu spät ist und über die sich alle Deutschen immer so sehr aufregen haha. Denn lieber eine zu spät kommende DB als gar keine :D). Aber Dinge, wie öffentliche Verkehrsmittel, Verlässlichkeit der Menschen, gewisse Geschäfte und Produkte, die günstigen Lebensunterhaltungskosten, etc sind unwichtig, auch wenn man sie sich manchmal daher wünscht.
Viel wichtiger sind die Menschen, die wir vermissen. Unsere großartigsten Freunde und die Familie. Die Frage, ob es Wert ist ein großartiges Leben zu leben, ohne diese Menschen in unmittelbarer Nähe zu haben, konnten wir uns bisher noch nicht beantworten, wobei wir beschlossen haben, es noch eine Weile so fortzuführen. Klar ist allerdings, dass wir Heimweh nach unseren Menschen haben. Das Leben am Meer, in einem schönsten Ort, im schönsten Land, mit den tollsten Jobs ist halt nur zu einem gewissen Grad toll, wenn man es nicht mit den wertvollsten Menschen teilen kann. Wir haben zwar großartige Menschen um uns herum und Freunde… aber die meisten sind alle 20-60 jahre älter als wir haha. Gleichaltrige, richtig gute gute Freunde, mit denen man auf der gleichen Welle durch Neuseeland schweben/surfen kann haben wir hier leider noch nicht gefunden. Wir geben die Hoffnung jedoch nicht auf, dass wir irgendwann ein paar genauso verrückte Menschen wie wir es sind finden, die nicht unbedingt im Alter unserer Eltern oder sogar Großeltern sind und mit denen man nicht nur auf der langweiligen Oberfläche unterwegs ist.  :D

Was wir aber auch WIEDER herausgefunden haben, ist, dass nach jeder kleinen Tiefphase wieder eine Hochphase folgt. Jetzt, wo mein Leben wieder ein Leben ist (dank meines neuen Jobs), der Sommer sich endlich blicken lässt, und wir wundervollen Besuch aus Deutschland hatten,  zeigt sich Neuseeland auch wieder von seiner schönsten Seite. Nachdem wir überlegt hatten, ob wir uns ÜBERHAUPT auf Residency bewerben sollen, oder ob wir einfach nächstes Jahr wieder zurück nach Deutschland gehen (oder nochmal ganz woanders – unsere Abenteuerlust ist leider immer noch nicht voll und ganz befriedigt), haben wir nun beschlossen, dass wir uns auf jeden Fall bewerben. Die Chancen stehen sehr gut, dass wir die bekommen und dann sind es nur zwei Jahre bis zur Permanent Residency. Und was sind schon zwei Jahre, wenn man danach die Freiheit hat jederzeit wieder nach Neuseeland einzureisen?

Übrigens, es ist zwar schon Februar aber ich wünsche Euch übrigens allen nachträglich noch frohe Weihnachten und ein großartiges neues Jahr! Ich habe die Hoffnung, dass es ein großartiges Jahr wird, trotz des Nonsense der gerade in der Welt abgeht und die negativen Schlagzeilen sich im Rekord überhäufen. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlicherweise zuletzt. Ich denke, wenn jeder Einzelne einfach jeden Tag sein bestes Selbst ist und an seinem eigenen Leben und Glück arbeitet, dann ist das doch schonmal eine gute Art und Weise sich dem Negativen entgegen zu stellen und ein wundervolles 2017 zu gestalten.

Liebste Grüße

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4 comments

  1. Avatar
    Felicitas says:

    Halli hallo, also ich finde es gut, dass ihr noch ein Weilchen bleibt, jetzt wo ich nur noch den halben Weg zu euch habe :-)
    Ganz liebe Grüße!!

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