California…

Die Reise, die vor 8 Jahren endgültig dafür gesorgt hat, dass ich mich als Reisesüchtling bezeichnen würde. Mein erster großer Roadtrip mit meiner damaligen Schulkollegin, nachdem wir zusammen das Abi gemacht haben.
Das erste Mal über den Teich und ab in die Welt, die man durch die vielzähligen Hollywood Filme ja doch irgendwie schon kennt, obwohl man noch nie dort war.
Wir waren absolut begeistert – shoppen ohne Ende (2008 mit einem Kurs von 1,5$/€ dank Wirtschaftskrise), ellenlange tolle Strände, nette und verrückte Menschen, die man da einfach so an jeder Ecke trifft, der wunderschöne Highway No. 1, spontan Reisen ohne großen Plan und nicht schon alle Unterkünfte vorab gebucht haben. Einfach die Freiheit genießen sich treiben zu lassen und zu entdecken. Kalifornien war echt ein kleiner Meilenstein in meinem Leben.

Jetzt, viel zu viele Jahre später, wo wir kurz einen kleinen Abstecher als „Hochzeitsreise“ auf dem Rückweg nach Neuseeland gemacht haben, merke ich, dass ich mich verändert habe.

Kalifornien war gar nicht mehr so beeindruckend – eher verwunderlich.
Es ist immer noch ein Shoppingparadies – günstig und all diese wundervollen Surfershops :) Die Strände sind immer noch wunderschön ellenlang und weiß und wie entspannt sie alle mit ihren Bonanzarädern an den Promenaden lang cruisen, einfach herrlich. Der Roadtrip war super spaßig und es ist immer noch die Welt, die man aus den Filmen kennt. Vegas war auch einfach nur fantastisch mit tollem Hotel und Luxus :)

Allerdings muss ich zugeben, dass ich das Land diesmal komplett anders empfunden habe.
Sowieso… zum einen war es ja gar nicht mehr so spannend, denn man war ja schon dort und es war auch nicht mehr die erste große Reise… sondern „nur“ ein Zwischenstop :)

Vielleicht stumpft man ein bisschen ab, wenn man mehr von der Welt gesehen hat. Allerdings bin ich einfach froh, dass ich zur Zeit in Neuseeland lebe und nicht in Amerika. Selbst Valle, der ja der Riesenfan von Elon Musk und Tesla ist und immer noch im Hinterkopf die Idee hatte vielleicht mal doch karrieretechnisch Kalifornien anzustreben ist nun komplett ab von der Idee – Allein, wenn er schon an den täglichen, immerwährenden Stau auf 5-6 spurigen Autobahnen denkt haha

Ich möchte das Land und unseren kleinen Urlaub gar nicht schlecht reden, denn wir hatten eine richtig schöne Zeit und es war auch gut, nach den drei Wochen Getrubel, noch eine Woche zu haben, wo man nochmal für sich ist, bevor es zurück ins Arbeitsleben geht. Denn so hatten wir auch ein wenig Zeit mal wieder ein paar Pläne zu schmieden und zu priorisieren, was jetzt eigentlich ansteht.
Dennoch… Amerika bzw. Kalifornien hat nicht annähernd die Begeisterung ausgelöst, wie damals und wir haben uns oft eher in der Rolle des „kritischen Beobachters“ gefühlt, als die des „Admirers“. Mag vielleicht daran liegen, dass wir die Politik einfach nicht so toll finden, den fake Schönheitswahn eher anstrengend empfinden oder einfach nicht so Begeistert sind von riesengroßer Masse (egal was… alles ist einfach voll und groß).

Es ist interessant zu sehen, dass sich meine Perspektive auf einen Ort so verändern kann, ohne, dass sich der Ort so wahnsinnig großartig verändert hat.

Was mich allerdings an Amerika reizt ist der nördlichere Teil und Kanada… es wird also sicherlich nicht unser letztes Mal dort gewesen sein.

 

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