Welten hüpfen…

An einem Tag im süßen Mimosa Café bei schöner entspannter Musik kellnern und als Barista trainiert werden, am anderen Tag unter den reichsten und erfolgreichsten Menschen auf einer Gala für „play it strange“ inklusive live Hauskonzert als Personal Assistant arbeiten und am nächsten Abend für „The midnight baker“ in der Küche mit laut aufgedrehtem Musikmix à la Yeshe backen (manchmal auch alle drei Jobs an einem Tag). Dann wieder eine Luxusgeburtstagsparty organisieren, die wahrscheinlich teurer war als unsere Hochzeit sein wird. Mein Leben ist gerade etwas verrückt, aber ich liebe es :) Der Job im Café ist total schön und ich bin von großartigen, liebevollen, „normalen“ Menschen umgeben – „normale Probleme“ bzw. Themen, die ich nachvollziehen kann und Unterhaltungen in denen ich mich Zuhause fühle:) Der Assistenzjob ist absolut witzig, da ich wirklich alles mögliche mache und ich einen Einblick in eine interessante Welt bekomme, die mir etwas fremd ist, da ich viele der Probleme (der neuste Fernseher wurde nicht rechtzeitig geliefert – oh wei, jetzt konnte der ja gar nicht präsentiert werden am gewünschten Abend und der alte übergroße Flatscreen musste nochmal herhalten! aiii…., es werden nur 2 Bäume am Abend beleuchtet- wie soll das nur bei den Gästen ankommen, es müssen doch 3 Bäume beleuchtet sein!! der Rasen wurde schon am Vortag gemäht… dabei sollte das doch am gleichen Tag wie das Event stattfinden, weil der sonst nicht so schön ausschaut haha) einfach nicht nachvollziehen kann. Denn wir haben weder einen Fernseher um Menschen zu beeindrucken, noch Palmen, die ALLE beleuchtet sein müssen, geschweige denn so ein komplexes privates Leben, dass wir eine Assistentin brauchen um zu organisieren, dass unser Leben geordnet ist. Das ist einfach ein völlig anderes Universum verglichen zu unsem süßen kleinen überschaubarem Leben. Weshalb ich allerdings gerne dorthin gehe um dort zu arbeiten ist, dass ich für eine großartige Familie arbeite, die warmherzig, liebevoll, uendlich erfolgreich und inspirierend ist! Die beiden haben sich von armen Studenten in das Universum der Reichen katapultiert und leben nun ihr angestrebtes High Society Leben. Vor solchen Menschen habe ich den größten Respekt, möchte mir ein bisschen deren Erfolgsdenken und „Drive“ abschauen und fühle mich geehrt, dass sie mich in ihrem Leben ein und aus gehen und an persönlichen Events teilhaben lassen (wenn auch als aushelfende Kraft).

Bei der ganzen Arbeit momentan habe ich ein wenig den Fokus verloren an meinem milleharmoni Thema zu arbeiten, jedoch bin ich momentan glücklich, so wie es ist, da es einfach gut läuft und ich das gerne einfach mal so weiterlaufen lassen möchte. Die Firma verdient sozusagen schon Geld… jedoch noch nicht mit dem eigentlich geplanten Thema :D Immerhin kommt so viel Geld rein, dass ich für den Anfangsüberblick jetzt tatsächlich erstmal einen Accountant brauche. Aii… fühle ich mich erwachsen und klein zugleich. Am liebsten würde ich alles selber machen, kenne mich aber noch zu wenig aus in der neuseeländischen Accountingwelt, weshalb ich mir nun erstmal Hilfe geholt habe. Da ich das nicht allein kann, fühle ich mich wie ein kleines Mädchen vor einer großen Mauer… anderseits habe ich mich noch nie so erwachsen gefühlt. Ein bisschen kürzer muss ich allerdings treten um mal wieder ein bisschen Balance zu bekommen :)
Unser Kühlschrank ist schon seit Wochen leer und Valle und ich sehen uns einfach viel zu selten :D

Wobei wir uns zum Glück einig sind… was wir momentan erleben, ist es wert mal wenig Zeit füreinander zu haben. Wir lernen so viel, sehen Neues und vor allem für mich ist es gerade interessant, da ich wiedermal sehe, dass ich überhaupt keine Ahnung habe, wo ich eigentlich hin gehöre. Ich fühle mich in Welten wohl, die unterschiedlicher nicht sein könnten und merke, dass ich die Abwechslung brauche. Allerdings bin ich mir noch nicht sicher, wie sich das auf Dauer so vereinen lässt. Da ich aber ja gerade auf Erfahrungsexkursion bin, lasse ich es einfach mal so weiter laufen und lass mich überraschen.

Ohne Valle allerdings würde das hier alles nicht so reibungslos ablaufen :) Er ist auf jeden Fall der Beste „you can do it“ supporter, den man sich nur wünschen kann und hilft wo es geht. Aber auch er macht hier voll sein Ding und ist rundum glücklich… Diese Woche durfte er auf einer der größten Yachten hier in Auckland mit auf eine Testsegeltour und sonst bereitet er sich schon fleißig auf seine zweite Karateprüfung vor.

Ich höre momentan ganz schön oft den Spruch: Happy Wife – happy life von frustrierten Ehemännern. Da bin ich doch sehr dankbar, dass es bei uns  happy „husband“- happy „wife“ – happy life lautet :) Generell… ich bin einfach unglaublich dankbar für so unzählige viele Dinge, dass ich ab und zu gerne mal vor Freude explodieren würde und ein paar Sprunken fühen möchte :)

Ach ja… übrigens… Ich wünsche Euch allen einen frohen zweiten Advent!
Ich hoffe, ihr alle trudelt so langsam in der wunderschönen einmurmelnden, romantischen Weihnachtsstimmung ein, die ich hier so sehr vermisse (aber es ist Juni! Und wer feiert schon Weihnachten im Juni?? :D) und umgebt euch mit Familie und allen euren tollsten Freunden und genießt die zauberhafte Weihnachtszeit! ;)

 

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